Juli 2005
Immer mehr Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen haben sich in den letzten Jahren ihren Wunsch nach Kindern erfüllt. Nach aktuellen Schätzungen leben derzeit mehrere hunderttausend Kinder bei gleichgeschlechtlichen Partnern, und das, obwohl der Weg zum Kind für die meisten Paare schwierig war und bis zum heutigen Tage ist.
Nachdem sich mit der Möglichkeit der Verpartnerung und Stiefkindadoption die rechtliche Situation für gleichgeschlechtliche Paare und Eltern in den letzten Jahren verbessert hat, droht jetzt neues Ungemach: Die Bayerische Staatsregierung geht vor das Verfassungsgericht, um die Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare rückgängig zu machen. Für homosexuelle Paare wäre dies ein großer Rückschritt.
April 2005
Fast 4 Millionen Menschen engagieren sich allein in Bayern in einem Ehrenamt. Es gibt inzwischen kaum einen öffentlichen Bereich, der ohne freiwilliges Engagement auskommt. point stellt Menschen vor, die sich dem »Abenteuer Ehrenamt« verschrieben haben.
November 2003
Sie leben mitten unter uns: Migranten und Flüchtlinge aus Afrika. Sie stammen aus dem Kongo, Lesotho, Äthiopien, Nigeria, Togo, Somalia, Uganda – und sie haben viel zu bieten. Bei weitem nicht nur Trommeln oder Tanzen, wie Klischees es hierzulande Glauben machen wollen. Und sie wollen davon etwas weiter geben. Als Gäste etwas tun für das Land, in dem sie Aufenthalt gefunden haben. So engagieren sich Akademiker und Intellektuelle mit Unterstützung des gemeinnützigen Vereins »Kollegium Martin Behaim« als Gastdozenten an Schulen und Bildungseinrichtungen, um den interkulturellen Austausch zu fördern. So erhalten die rund 25 mitwirkenden Migrantinnen und Migranten die Gelegenheit, ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterzugeben.
August 2003
Im südlichen Steigerwald kam es immer wieder zu großflächigen Überschwemmungen. Das Talauenprojekt hatte sich das Ziel gesetzt, in ökologisch sinnvoller Form diese Situation zu entschärfen. Insbesondere durch verschiedene Renaturierungsmaßnahmen und Anpflanzaktionen, an denen sich viele Erwachsene und Kinder ehrenamtlich beteiligt haben, wurde ein beispielhaftes Projekt verwirklicht, das inzwischen auch von seinen Kritikern anerkannt wird.
April 1999
In unserer Gesellschaft zählt bisher nur die Arbeit, die entlohnt wird. Aber bezahlte Arbeit geht aus. Immer mehr Menschen werden frühzeitig in den Ruhestand geschickt oder gehören zu der Gruppe der älteren Langzeitarbeitslosen – die jungen Alten werden sie genannt – ihre Kompetenzen und Erfahrungen liegen nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben brach und werden kaum noch genutzt. Kann eine Gesellschaft, die aktiv und innovativ bleiben will, auf die im Lebensverlauf gewonnenen Kenntnisse ihrer BürgerInnen verzichten?
Einrichtungen wie Seniorenbüros und Zentren für aktive Bürger setzen sich für die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe dieser Personengruppe ein und schaffen Tätigkeitsfelder. Dadurch fühlen sich viele der jungen Alten wieder gebraucht, sie können ihr Expertenwissen und ihre Erfahrungen weitergeben und der »Pensionsschock« wird gemildert. point geht der Frage nach, welche Alternativen es gerade für die jungen Alten gibt und wie dabei ein Austausch zwischen jung und alt stattfinden kann, von dem beide Seiten profitieren?
April 1997
Profitbestrebungen und mangelnde Absprachen unter den Pferdezüchtern haben zu einem Überangebot an jungen Pferden geführt und den bayerischen Markt kaputt gemacht. Viele Fohlen landen dadurch zwangsläufig beim Metzger. Doch es gibt Tierschützer, die sich in dem Verein Pferdefreunde Birnbaum e. V. zusammengeschlossen haben und sich gegen die Schlachtung von Jungtieren einsetzen. Soweit es die finanziellen Mittel des Vereins zulassen, kaufen die Mitglieder auf Auktionen Fohlen und sorgen dafür, dass diese später, anstatt auf der Schlachtbank, bei Pferdeliebhabern landen.
März 1996
Ein Flüchtlingslager in Zagreb im Frühjahr 1996. Noch immer leben Familien hier, und die Unterkünfte sind fast immer in desolatem Zustand. Häufig gibt es keinen Strom und kein fließendes Wasser. Zustände, unter denen vor allem die Kinder leiden. Um diese Not etwas zu lindern, fahren die Vereinsmitglieder der Kriegskindernothilfe aus Roth fast wöchentlich Hilfsgüter, darunter Lebensmittel, Kleidung und Möbel, nach Kroatien. Unterstützung, die bis heute dringend gebraucht wird. Mit Hilfe von Spenden ist es den ehrenamtlichen Helfern sogar gelungen, eine ambulante Kinderstation im Krisengebiet einzurichten.
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