Mai 2010
Mit ihrem Film »Ich glaube, meine Aufgabe ist es, den Menschen Freude zu bringen« haben Julia Thomas und Thomas Steigerwald den 3. Platz bei der Verleihung des Medienpreises für privaten Rundfunk in der Metropolregion Nürnberg, Kategorie Fernsehen Reportage/Feature belegt.
Der Film zeichnet auf sehr einfühlsame Weise ein Portrait des Fürther Künstlers und Komödianten Volker Heißmann. Dem Medien PRAXIS-Team sei es auf »hervorragende Weise« gelungen, so die Laudatorin Petra Seel, den weitgehend unbekannten Menschen hinter dem Spaßvogel Heißmann in den Mittelpunkt zu rücken.
Insgesamt waren aus der Metropolregion 67 Bewerbungen eingegangen. Ausgeschrieben waren die Preise sowohl für Radio und für Fernsehen jeweils in den drei Kategorien Reportage/Feature, tagesaktuelle Produktionen und Humor. Preisgelder in Höhe von 15.000 Euro wurden hierbei vergeben.
Die preisgekrönte, 5‑teilige Reportage wird demächst auf dem Sendeplatz der Medien PRAXIS e. V. wiederholt.
Dezember 2009
Vor kurzem sind rund 60 Senioren und Alleinerziehende mit ihren Kindern in Nürnberg zusammengezogen, um sich unter dem Titel »wohnenPLUS« gegenseitig zu unterstützen. Der Gedanke: Alleinerziehende unterstützen Senioren, damit diese möglichst lange unabhängig leben können. Gleichzeitig kümmern sich die Senioren um die Kinder der Alleinerziehenden, so dass diese Beruf und Kindererziehung bewältigen können. Die Entwicklung dieses in Europa bisher einzigartigen Wohnexperimentes wurde von Medien PRAXIS e. V. ein Jahr lang filmisch begleitet.
Entstanden ist eine Dokumentation, die einerseits aufzeigen will, weshalb sich die Menschen für das Projekt entschieden haben, andererseits aber die Schwierigkeiten des ungewohnten Miteinander deutlich werden lässt.
August 2008
Im Dezember 2005 gab Elektrolux die Pläne von der Schließung des Nürnberger AEG Werkes bekannt. Trotz Streik und Solidaritätsbekundungen aus der ganzen Republik wurde das AEG-Stammwerk im März 2007 geschlossen. Noch immer ist fast die Hälfte der ehemals 1750 AEG-Beschäftigten arbeitslos. Zweieinhalb Jahre nach dem Streik hat Medien PRAXIS e. V. ehemalige Mitarbeiter besucht, um zu sehen, was aus ihnen geworden ist und wie es ihnen heute geht.
Januar 2008
Im Mittelpunkt des Films stehen zwei Nürnberger Künstlerinnen, die, obwohl mit zahlreichen Preisen geehrt, seit Jahren auf der materiellen Ebene ums Überleben kämpfen müssen. Gabriela Dauerer lebt als Malerin und Objektkünstlerin in der geerbten Fabrik ihres Vaters, die sie zu einer kleinen Oase mitten im Industrieviertel umgestaltet hat. Sie wurde mit zahlreichen Preisen (u.A. Kunstpreis Villa Romana, Bayerischer Kulturpreis) ausgezeichnet und kann sich doch nur mit Mühe ein sparsames Überleben leisten. Zäh hält sie jedoch an ihrer Devise fest, dass jeder finanziell lukrative Nebenjob sie nur von der Konzentration auf ihre eigentliche Arbeit ablenkt.
Rita Kriege geht einen anderen Weg. Sie hat drei Kinder zu versorgen, und muss sich mit zahlreichen kleinen Jobs über Wasser halten. Wendig und kommunikativ pflegt sie unzählige Kontakte, so dass sie immer wieder günstig an das Material für ihre »Schwarzlicht-Installationen« und sonstigen Objekte herankommt.
Februar 2007
Zahlreiche Künstler aus aller Welt haben in Deutschland Zuflucht gefunden und leben hier als Asylbewerber oder als anerkannte bzw. geduldete Flüchtlinge. Sie haben kaum Möglichkeiten, ihre Kunst einem breiten Publikum bekannt zu machen. Zudem fehlt es ihnen an Materialien, Räumlichkeiten und vor allem auch an finanziellen Mitteln. Hinzu kommen ausländerrechtliche Vorgaben wie Einschränkungen der Arbeitserlaubnis oder sogar generelles Arbeitsverbot. Diese Hürden will die Nürnbergerin Dagmar Gerhard mit ihrer Initiative art refugium überwinden, indem sie den ausländischen Künstlern ein Forum gibt.
April 2006
Sechs Wochen lang wurden die Mitarbeiter bei ihrem Kampf um ihren Arbeitsplatz mit der Kamera begleitet – angefangen von der Lichterkette um das AEG-Werk am 12. Dezember 2005 bis zur Wiederaufnahme der Arbeit am 7. März 2006.
Entstanden ist ein bewegendes Portrait von Menschen und deren Wut: »Die hauen ab und lassen uns hier auf der Strasse und denen ist scheissegal, was wir da machen«, Hoffnungen: »Ich hoffe, dass dieses Werk bleibt. Das ist meine Zukunft und Stabilität.« und Ängsten: »Das wird hart. Ja, ich hab ja zwei noch Kinder, wo in die Schule gehen.«
Oktober 2005
Ins Seniorenheim wollen sie nicht. Deshalb haben Sie OLGA gegründet, was so viel heißt, wie »Oldies leben gemeinsam aktiv«. Elf Frauen zwischen 58 und 76 Jahren leben am Nürnberger Nordostbahnhof in einer Hausgemeinschaft.
Ihr Wunsch: möglichst lange gemeinsam und selbstbestimmt zu leben. Das Projekt OLGA wird von der WBG Nürnberg und dem Bundesministerium für Familie, Frauen und Gesundheit als Musterprojekt gefördert.
Juli 2005
Immer mehr Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen haben sich in den letzten Jahren ihren Wunsch nach Kindern erfüllt. Nach aktuellen Schätzungen leben derzeit mehrere hunderttausend Kinder bei gleichgeschlechtlichen Partnern, und das, obwohl der Weg zum Kind für die meisten Paare schwierig war und bis zum heutigen Tage ist.
Nachdem sich mit der Möglichkeit der Verpartnerung und Stiefkindadoption die rechtliche Situation für gleichgeschlechtliche Paare und Eltern in den letzten Jahren verbessert hat, droht jetzt neues Ungemach: Die Bayerische Staatsregierung geht vor das Verfassungsgericht, um die Stiefkindadoption für gleichgeschlechtliche Paare rückgängig zu machen. Für homosexuelle Paare wäre dies ein großer Rückschritt.
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